Preisverleihung 2021

und DIE JUGENDFILMPREISE OBERPFALZ GEHEN AN 

KUUKURAT

von Lissy Grobbel aus Zeitlarn

Länge: 4 Min. (Film hier im Heimkino)

 

Jurybegründung:

“Kuukurat” von Lissy Grobbel aus Zeitlarn ist ein aufwendig animierter, märchenhafter Kurzfilm, der die Jury nicht nur technisch, sondern auch optisch sehr überzeugt hat. Die Regisseurin verfügt über eine ganz eigene Handschrift und haucht ihrer Hauptfigur, dem Teufel, auf liebevolle Art und Weise Leben ein. Dabei bedient sie sich filmischer Mittel, wie etwa Montage, Perspektive, Licht, Sounddesign und Musik, um geschickt eine dichte und fantastische Atmosphäre zu erzeugen. Kurze, humorvolle Momente, an denen der Teufel immer wieder aberwitzig scheitert, schaffen eine abwechslungsreiche Dynamik beim grotesken Unterfangen den Mond für ein und alle Mal zu besiegen. Besonders gelungen ist die Schlusspointe: Nach einem verblichen Aufmunterungsversuch grillt der miesepetrige Teufel, in der Hölle thronend, einen seiner Lakeien.

Beim nächsten Mal wünscht sich die Jury eine bessere Aufnahmequalität der Sprecher*innen und, dass auch bei den Credits die zuvor wunderbare, stimmungsvolle Musik aus eigener Feder stammt. Nachdem die Filmemacherin schon letzte Runde der Jury positiv aufgefallen ist, ist jetzt die Zeit reif: Herzlichen Glückwunsch liebe Lissy zu deinem Jugendfilmpreis!

 

 

THE SEARCH

von Diobes Productions und dem Gymnasium Neutraubling

Länge: 15 Min. (Film hier im Heimkino)

 

 

Jurybegründung:

Der Film „The Search“ ist ein Film von Dennis Lehner und Tobias Mundigl alias Diobes Productions. Die zwei damals 16-jährigen Schüler haben den Film im Rahmen des P-Seminars “Planung Produktion und Präsentation eines Films” am Gymnasium Neutraubling gedreht.

Das Gymnasium Neutraubling gewinnt damit zum dritten Mal in Folge den Jugendfilmpreis Oberpfalz. Das ist kein Zufall oder Glück, sondern das Ergebnis von Leidenschaft, Können und Engagement, sowohl von den Schüler:innen als auch von Franz Philipp, der da ist, wenn er gebraucht wird.

Besonders zu würdigen ist der hohe Produktionsaufwand. Die vielen Drehorte und aufwändigen Sets, die fantasievollen Kostüme, die hervorragende Kameraarbeit und Musik sowie die Detailfreude für jede Szene so perfekt umzusetzen ist eine Wahnsinnsleistung.

Auch der Mut zum großen Quatsch und das verspielte Experimentieren mit den Genres haben den Film auf das Siegertreppchen gebracht.

Auch wenn sich die Jury manchmal eine etwas straffer erzählte Story gewünscht hätte, gratuliert sie zum hochverdienten Jugendfilmpreis Oberpfalz 2021!

_________________________________________________

 

 

LAPLACE

 

von DIOBES PRODUCTIONS

Länge: 5 Min. (Film hier im Heimkino)

 

Jurybegründung:

Der Kurzfilm „Laplace“ (Kamera, Regie und Schnitt – Jonathan Market, nach einer Idee von Daniel Wolz) hat es wie kein anderer Beitrag geschafft die Jury zu begeistern:

Denn obwohl es in „Laplace“ gesprochenen Text gibt, erzählt der Film seine Geschichte in erster Linie visuell. Dabei entstehen Bilder, die Story und Emotion gleichermaßen transportieren. Das ausgeklügelte Zusammenspiel aus Kameraeinstellungen, Schnitt und Lichtsetzung überzeugt hier auf ganzer Linie und sorgt für echtes Kino-Feeling.

Doch damit nicht genug: Dem Kurzfilm gelingt es in gerade mal fünf Minuten eine in sich schlüssige Dystopie zu entwerfen, die uns weit über das Ende des Films hinaus beschäftigt hat.

__________________________________________________________

 

Eine besondere anerkennung der Jury
erhalten 

 

DAS ALIEN – BOB AUF GEHEIMER MISSION

 

Jurybegründung:

Die Filmgruppe Ainbahnstraße schickt ihren Alien Bob auf geheime Mission um schwarze Löcher zu erkunden. Doch Bob ist extrem neugierig und lässt sich gerne auch mal vom Kurs ablenken. So gerät er auf einen geheimnisvollen blauen Planeten, den es zu erforschen gilt und in die Fänge einer grimmigen Alienjägerin… Das ist der Auftakt für ein Ideen- und Gagfeuerwerk mit trashigem Charme sowie Liebe zum gepflegten Blödsinn. Die Ausstattung des Raumschiffes, einige Effekte und das Kostüm erinnern in ihrem Retrocharme an den Klassiker Raumschiff Orion, insgesamt hat der Film aber seinen ganz eigenen Look und Rhythmus. Besonders hervorzuheben sind die tollen Animationssequenzen sowie die Parallelmontage des Ufo-Fluges mit der Fahrradfahrt, die die Jury sehr begeistert hat.

Gewünscht hätten wir uns eine klarere Erzählstruktur, um die kleinen Längen im Film nicht entstehen zu lassen, sowie eine Kamera, die uns noch näher an die Gefühlswelt der Protagonisten heranlässt. Bleibt unbedingt beim Filmemachen, liebe Ainbahnstraße! Das Herzblut, das ihr in die Produktion gesteckt habt, war im ganzen Film zu spüren und lässt uns gespannt sein, auf welche Mission ihr eure nächsten Protagonist*innen schickt.

 

_______________________________________________________

KREUZ BUBE

 

Jurybegründung:

Mit Kreuzbube meistert Silent Pictures die schwere Aufgabe, einen atmosphärisch überzeugenden Thriller zu inszenieren. Leider wird der spannenden Rache Geschichte immer wieder der Wind aus den Segeln genommen. Die Figurenpsychologie ist oft nicht nachvollziehbar, daher verlieren ein paar der grundsätzlichen Plotpoints und so die Gesamtgeschichte ihre Glaubwürdigkeit. Auch das Schauspiel leidet manchmal unter der fehlenden Empathie für die Figuren. Dennoch möchten wir den Film mit einer besondere Anerkennung auszeichnen.

Zu würdigen ist hier neben der guten Inszenierung auch der große Produktionsaufwand. Die hervorragende handwerkliche Umsetzung von Kamera, Schnitt und Musik lassen das gesehen trotz erwähnter schwächen, atmosphärisch funktionieren. Silent Pictures beweist mit Kreuz Bube, das sie alle Werkzeuge für einen guten Film besitzen und wir freuen uns darauf, diese ein weiteres Mal in Aktion zu sehen.

Herzlichen Glückwunsch!

 

 _______________________________________________________