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Die Preisträger 2019

Preisträger | Jury | Preiskategorien | PDF

Die besten Beiträge wurden von einer unabhängigen Jury mit dem Mittelfränkischen Jugendfilmpreis, einem Geldpreis, sowie einem ‘Lobo’ ausgezeichnet. Ausgewählte Filme qualifizieren sich außerdem für das BAYERISCHE KINDER & JUGEND FILMFESTIVAL, das 2020 stattfindet.

Nähere Infos zu den Jurys und den Preiskategorien findet ihr unten.

Für Infos zu den Preisträger-Filmen einfach auf den entsprechenden Preis klicken.

Hauptpreise:

1. Preis in der Kategorie COMING UP
Bruno Marbach: „Mein Scheiß Jahr“ (Erlangen 2018  // 6 min)
Der autobografische Film erzählt über eine Krebserkrankung
und die Therapie… (> Film auf YouTube)

Nominiert für das Bayerische KINDER & JUGEND FILMFESTIVAL 2020

Laudatio:
„Die Realität ist schlimmer…“ so Bruno Marbach der 15-jährige Filmemacher zu seinem Film „Mein Scheiß Jahr“. Der Film schildert in gezeichneten Bildern ein Jahr Krebserkrankung und -Therapie von der Diagnose bis zur Entfernung des Hickman Katheters. – Die handgemalten Zeichnungen sind sehr ästhetisch, schlicht und ausdrucksstark. Mit ihnen schildert der Protagonist wie in einem Tagebuch den Verlauf seiner Krankheit und die erfolgreiche Therapie. Die Animation ist minimalistisch gehalten. Es sind nur wenige Striche, kleine Farbänderungen, welche die Gefühlszustände verdeutlichen. So verzieht sich z.B. der Mundwinkel, der Blick geht nach unten und der Protagonist wird immer dünner.
Die ausgewählte Musik unterstreicht die Bilder ohne diese zu übertönen. Es sind die leisen Töne die den Animationsfilm auszeichnen, sowie die authentische Erzählweise des Protagonisten. Vielen Dank für diesen persönlichen Film. Die Jury gratuliert zum ersten Preis in der Kategorie COMING UP.
Wir gratulieren Viktor Agafonov und seinem Team für den wohlverdienten 1. Preis in der Kategorie „Coming Up“ und freuen uns schon auf weitere Filme.

2. Preis in der Kategorie COMING UP
Tim Guthmann: „Die weiße Frau von Pfofeld“ (Gunzenhausen 2018  // 15 min)
Die Hügelburg der Ritter von Pfofeld wird vom Raubritter Thomas von Absberg überfallen. Die weiße Frau – das Burgfräulein – soll entführt werden, um Lösegeld zu erpressen.

Laudatio:
Es beginnt mit einer Drohnenfahrt über einen Fußballplatz. Aber ein in den Wald verschossener Ball, ein verlorenes Schwert und schon entführt der Film ins finstere Mittelalter. Selbstgebastelte Schwerter und Pfeil und Bogen und selbst geschneiderte Kostüme bestimmen die Szenerie. Natürlich gehört ein Angriff auf „die Burg“ zur Handlung genauso dazu, wie spannende Duelle und die Flucht der zu erobernden Tochter des Burgherrn, die sich genregemäß in eine Kirche in Obhut begibt und seither dort als Weiße Frau weiterwirkt. Thomas von Absberg aber, der „Handabhacker“ wird zum Schluss noch zum „Kopfabhacker“, indem er den Tod seines bei der Schlacht gefallenen Sohnes rächt.
Insgesamt eine spannende Geschichte, bei der man dem Ensemble unter der Regie von Tim Guthmann den Spaß am Projekt ansieht. Voller Spielfreude bewegen sich die Protagonisten durch die Mittelalterwelt. Blinzelnde, schmunzelnde Leichen, Schauspieler, die in die Kamera schauen und viele andere Petitessen, verstärken eher den Charme des Films, als dass sie störend wären. Kleine Gimmicks, wie eine computergenerierte Spinne, oder eine brennende Hütte, aus der virtuelle Flammen schlagen, passen gut zu einem Film dieser Kategorie. Auch der Soundtrack ist mit Dudelsäcken und gregorianischen Gesängen stimmig und passt genau zur jeweiligen Szene, genauso wie die punktgenau unterlegten Geräusche.
Die Jury freut sich, den Film mit dem zweiten Preis in der Kategorie COMING UP auszeichnen zu dürfen.

1. Preis in der Kategorie TALENT
Ingwer Productions: „Crash“ (Weißenburg 2018  // 21 min)
Philipp wacht nach einem Unfall im Krankenhaus auf. Nach und nach erinnert er sich an das, was am Abend zuvor geschehen ist und erfährt so immer schrecklichere Details… (> Film auf YouTube)

Nominiert für das Bayerische KINDER & JUGEND FILMFESTIVAL 2020

Laudatio:
Der Film „Crash“ erzählt die Geschichte von Philipp, welcher nach einem Autounfall im Krankenhaus aufwacht. Langsam erinnert er sich daran, was passiert ist: Er lernt Maja auf einer Party kennen. Als er ihr anbietet, sie nach Hause zu fahren, fragt sie ihn, ob er denn wirklich noch fahren könne. Philipp antwortet mit ja, obwohl er zuvor Alkohol getrunken hat. Während der Fahrt kommen die beiden ins Gespräch. In dem Moment, als Philipp Maja sagen will, dass er sie liebt, geschieht der Unfall. Er kommt mit ein paar Schrammen davon. Maja ist allerdings schwer verletzt und es ist nicht klar, ob sie es überleben wird.
Dies alles erfahren Philipp und die Zuschauer allerdings nur nach und nach. Erst gegen Ende realisiert Philipp, dass er durch sein Verhalten wahrscheinlich das Mädchen, welches er liebt, getötet hat. Durch ästhetische Bilder, trickreiche Überblendungen und selbstgeschriebene Musik zeigen die Filmemacher gekonnt, wie schnell es zu solch einer schrecklichen Tragödie kommen kann.
Kai Uffelmann, Gerrit Raabe und ihr Team haben sich mit Ihrem Film „Crash“ den 1. Preis in der Kategorie TALENT redlich verdient.

2. Preis in der Kategorie TALENT
Black Bushes: „Rumi“ (Schwabach 2018 // 7 min)
Rumi ist jung. Rumi träumt von der Freiheit, aber die Realität holt ihn immer wieder ein. Und irgendwann fragt sich Rumi: Lohnt es sich, immer wieder aufzustehen?

Nominiert für das Bayerische KINDER & JUGEND FILMFESTIVAL 2020

Laudatio:
Ein rasanter Alptraum in weißer Turnkleidung.
In schneller Montage erleben wir einen jungen Menschen, der zwischen Realität und Wahnsinn, zwischen Freiheit und Zwang hin- und her switcht.
Dem Zuschauenden vor dem Monitor geht es nach den intensiven sechs Minuten übrigens ähnlich.
Der sehr gut spielende Hauptdarsteller wird in starken Bildern in Szene gesetzt. Er durchleidet seine Umwelt und sich. In dieser dystopischen Gefühlswelt gibt es keinen Dialog.
Der Ton besteht aus Musik und Atmo. Schließlich wird eine Puppe als Samen in die Welt geblasen.
Der Experimentalfilm „Rumi“ lässt von Anfang bis Ende viel Raum zur Interpretation und fordert uns: die Zuschauer.
In sich wiederholenden Sequenzen träumt Rumi von der Freiheit, aber die Realität holt ihn immer wieder ein und irgendwann fragt er sich: „Lohnt es sich, immer wieder aufzustehen?“
Der Film löst bei den Betrachtern unterschiedliche Assoziationen aus, regt zum Nachdenken und Philosophieren über den Sinn des Lebens an.
Vielen Dank für dieses Werk und Gratulation zum 2. Preis in der Kategorie TALENT.

1. Preis in der Kategorie PROFESSIONAL
Kevin Thai: „Arbitrium“ (Nürnberg 2018  // 35 min)
Der Film erzählt von der Identitätskrise eines jungen Ausländers, welcher versucht seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Dabei spielen Themen wie Rassismus, Gruppenzwang und Jugendkriminalität eine Rolle. (> Film auf Vimeo)

Nominiert für das Bayerische KINDER & JUGEND FILMFESTIVAL 2020

Laudatio:
Kein Film wurde von der Jury in diesem Jahr so kontrovers diskutiert wie Arbitrium.
Wenig zu diskutieren gibt es über die die beeindruckende technische Umsetzung. Von der Lichtsetzung über die Bildeinstellung bis zum treibenden Soundtrack – das filmische Können von Kevin Thai schimmert in seinem Kurzfilmdebüt in jeder Einstellung durch. Genauso wenig streiten lässt sich über die überzeugende schauspielerische Leistung aller Darsteller, die den Zuschauer gekonnt in ihren Bann ziehen.
Dass bei dem Zuschauer am Ende vielleicht doch ein fader Beigeschmack bleibt, liegt an der mutig gewählten Thematik und frustrierend endenden Laufbahn des Hauptcharakters.
Rassismus, Heimat, Gruppenzwang – der Film wühlt auf und provoziert mit seinem Ende so sehr, dass anregende Diskussionen über den Inhalt fast unvermeidlich sind.
Hat der Hauptdarsteller am Ende seinen Platz in der Gesellschaft gefunden und was ist gerecht?
Der Filmemacher wollte mit seinem Werk zum Nachdenken anregen – und das ist ihm geglückt! Dieser großartig inszenierte Denkanstoß ist der Jury den 1. Preis in der Kategorie PROFESSIONAL wert.

2. Preis in der Kategorie PROFESSIONAL
Susanna Orincsay, Maraike Krämer, Alexandra Lermer, Katrin Mader: „Theodor“ (Nürnberg 2018  // 4 min)
Theodor scheint ein traditioneller Vampir zu sein. Eines Tages verliert er sich im Blutrausch, als er über einen Menschen herfällt, was Konsequenzen für ihn nach sich zieht.

Laudatio:
Vampirfilme gibt es fast so lange, wie es das Medium Film überhaupt gibt. In den unterschiedlichsten Genres: als Horrorfilm, als Liebesfilm, als experimenteller Film, als Komödie, Serie oder eben als Animationsfilm.
Und ebenso verschieden sind die Geschichten, die erzählt werden.
Fast allen Vampir-Geschichten und Filmen war allerdings gemeinsam, dass Vampire Sonnenlicht meiden sollten.
Doch wie fantastisch ist das denn, einen Vampir zu erfinden, der sich in der Freizeit gerne „sonnt“ – bzw. „mondet“.
Der kurze Animationsfilm ist mit so viel Liebe zu jedem Detail in der Ausstattung in altbewährter Stop-Motion-Technik ausgeführt, dass er sicher auch einem der großen Meister des Animationsfilms, Tim Burton, gefallen würde. Er weiß genau, wieviel Mühe und Konzentration auf jedes Detail es bedarf, damit ein Animationsfilm so überzeugend und charmant rüberkommt und wieviel Phantasie und Handwerkskunst es bedarf, um in Ausstattung, Kamera, Schnitt und Sounddesign zu überzeugen. Und das obwohl es das erste Mal war, dass die Studenten der Georg-Simon-Ohm-Hochschule die Stop-Motion-Technik verwendeten.
Auch wenn sich einige Finessen in der Geschichte bei der ersten Betrachtung nicht sofort erschließen, es ist ein toller Film geworden. Wir gratulieren dem Filmteam Susanna Orincsay, Maraike Krämer, Alexandra Lermer und Katrin Mader – und wir und die Zuschauer können uns hoffentlich schon bald auf einen neuen Film von ihnen freuen.

Sonderpreise:

FRANKEN FERNSEHEN KURZFILMPREIS
Julian Witusch, Wladimir Bernaz, Elisabeth Stein, Timur Sakalli: „Alien Craft“ (Nürnberg 2018  // 5 min)
Schreiner Alfred muss seine kleine Werkstatt wegen der zunehmenden industriellen Konkurrenz schließen. Als plötzlich ein Alien in seinem Garten landet, nimmt sein Handwerk eine unerwartete Wendung. (> Film auf YouTube)

Laudatio:
Bereits das hervorragend inszenierte Intro lässt erahnen, wieviel Liebe das Team um Julian Witusch in diesen Animationsfilm gesteckt hat! Verspielt greifen die verschiedenen Elemente ineinander, bis dann zu Filmbeginn Schreiner Alfred vor den Scherben seiner Existenz steht.
Der treffende Soundtrack und der charmante Zeichenstil verleihen den Figuren sofort Persönlichkeit und lassen den Zuschauer mitfiebern, als plötzlich ein Alien in Alfreds Garten landet.
Während Louis de Funès Anfang der achtziger Jahre seinen außerirdischen Freund mit Kohlsuppe begeistern konnte, haben sich die Macher der technischen Hochschule Nürnberg einen besonderen Kniff einfallen lassen: Das Alien lässt sich von den Möbelstücken des Schreiners begeistern und Alfreds Handwerk nimmt eine unerwartete Wendung.
In seinen knapp sechs Minuten erfreut das Werk Gemüt, Augen, Ohren und Herz.
Für das Team war der Film in der Konstellation die erste Produktion – wir hoffen dass noch viele weitere folgen werden und möchten diese charmante Geschichte mit dem KURZFILMPREIS prämieren. Herzlichen Glückwunsch!

MUSIKCLIP-PREIS
NonTemp Productions by Erik Dorrmann: „Halleluja by BackToPresent“ (Fürth 2018  // 4 min)
Im Musikvideo von BackToPresent, nimmt euch die Crew aus Nürnberg an einem schönen Sommertag mit und löst entspannte Summer Vibes aus. (> Clip auf  YouTube)

Laudatio:
„Halleluja“ ist der Song der Nürnberger Rap-Formation „BackToPresent“, der die Grundlage für diesen hervorragenden Videoclip von Erik Dorrmann bildet.
Von der ersten Szene an nimmt uns der Clip in einen schönen Sommertag mit und löst entspannte Summer Vibes aus.
Kein Wunder, machen es sich die Protagonisten doch in einem alten Mercedes-Cabrio bequem, das, wie später zu sehen sein wird, voll mit Eistee ist, um dann nach einem Zwischenstopp im Tonstudio in einer Art Savanne mit einer alten Weide zu landen, wo die Crew mit weiteren Gleichgesinnten weiter ihren Vibes nachspürt.
Schließlich, inzwischen spielt die Szenerie wieder rund um das Cabrio, versinkt die Sonne hinter den Bäumen der fränkischen Savanne und eine Nachtszene rundet den Clip mit einem stimmungsvollen Outro ab.
Erik Dorrmann nimmt die Atmosphäre des Songs auf und verpasst dem Clip mit einer ruhigen Kameraführung, unaufgeregten Kameraschwenks, warmen Farben und sparsamen Schnitten ein lässiges Feeling und spiegelt die Stimmung des Songs in diesem Video perfekt wider. Effekte werden nur sparsam aber zielgenau eingesetzt.
Alles in Allem ist „Halleluja“ von Erik Dorrmann ein gelungener Clip für einen gelungenen Song, der einen gelungenen Tag illustriert. Dies ist der Jury den MUSIKCLIP-PREIS beim Mittelfränkischen Jugendfilmfestival 2019 wert.

WEBVIDEOPREIS
Comeday: „Der Gärtner“ (Dinkelsbühl 2018  // 6 min)
Eddie Gießkanne pflegt und kümmert sich schon seit einem ganzen Tag um seinen Garten. ‘Gärtners Lifestyle’-Reporter Timothy Swift besucht Eddie. (> Video auf YouTube)

Laudatio:
Einen etwas speziellen Gärtner zum Protagonisten einer Fake-TV-Reportage zu machen, ist einfach erstmal ziemlich lustig.
Eddie Gießkanne ist etwas dusselig-naiv und trotz seiner comedygerecht übertriebenen Darstellung irgendwie liebenswert.
Besonders schön sind die verschiedenen Details, die das ganze Video durchziehen und die klassischen TV-Elemente auf die Schippe nehmen, wie z.B. der fiktive Titel der Reihe „Gärtners Lifestyle“ mit eigenem Logo und Intro.
Dieses TV-Format hat Comeday erfolgreich auf die YouTube-Welt umgemodelt. Schon seit 2014 betreibt die Gruppe aktiv ihren Kanal, der neben Comedy auch Gaming-Videos, Livestreams und Vlogs enthält. Mit einem strukturierten Kanalkonzept, gestalteten Thumbnails, Intros und Endcards und regelmäßigen Uploads bedient Comeday die YouTube-Zuschauer. Trotzdem steht das Video für sich und funktioniert auch ohne die vorherigen.
Kamera, Acting und Schnitt passen gut zusammen. Man merkt, dass da ein eingespieltes Team am Werk ist, das auch selbst viel Spaß hat und nicht zuletzt einen durchgehend erkennbaren eigenen Stil entwickelt hat. Das Video „Der Gärtner“ ist ebenso wie das Gesamtpaket des YouTube-Kanals stimmig, sympathisch und spricht an.
Wir hoffen sehr, dass euch der Preis auch einen Motivationsschub gibt, damit ihr zusammen weiterhin lustige Videos produziert, die euch und uns zum Lachen bringen!

PUBLIKUMSPREIS
POSUTV: „Ali“ (Nürnberg 2018  // 13 min)
Ali liebt von klein auf schon das Boxen und trainiert sehr stark dafür. Sehnsüchtig erwartet er seinen ersten Kampf.
(> Trailer auf YouTube)

Lobende Erwähnungen:

LOBENDE ERWÄHNUNG [1]
Janina Czerwinski, Larissa Herrmann, Lilith Klaus: „Der Ballettschuh“ (Nürnberg 2018  // 21 min)

Der Film erzählt die Geschichte der Reise eines Schlüsselanhängers in Form eines Ballettschuhs.

Laudatio:
Der Film zeigt etwas ganz Seltenes, Kostbares: Es ist bereits eine eigene Handschrift, ein eigener Filmcharakter zu spüren und das bei einem Team mit drei Regisseurinnen und einer quasi Großproduktion mit 75 Beteiligten. Gekonnt entwickeln sich die Geschichten hinter der Geschichte. Als roter Faden dient der Schlüsselanhänger mit dem Ballettschuh, der zuerst verschenkt wird, dann geklaut wird, dann konfisziert wird, bis er schließlich wieder bei der rechtmäßigen Besitzerin landet. Dabei werden die Portraits der zeitweiligen Besitzerinnen und Besitzer und ihrer Familien geschickt miteinander verwoben. Machtstrukturen und Beziehungsgeflechte zwischen jungen Frauen, oder Eltern und Kindern innerhalb der Familien werden deutlich, ohne erhobenen Zeigefinger oder die Intensität überzeugender Charaktere zu verlassen, bis hin zu einer überzeugend dargestellten Liebesgeschichte.
Nicht gut kommen die Männer in dem Film weg. Sie sind aus Not oder Rücksichtslosigkeit in konservative Egoismen verstrickt, lassen sich bedienen oder klauen einfach ohne nachzudenken, während die Frauen weiter blicken.
Überzeugend gespielt von den meisten Darstellern und Darstellerinnen – genau und präzise selbst im Detail. Handwerklich sehr gut ausgeführt sind auch Kamera, Schnitt und Musik wie beispielsweise bei der Tanzszene, die sehr schön rhythmisch zur Musik montiert wurde. Bei den Kulissen wurde jedes einzelne Detail liebevoll in Szene gesetzt.
Die Ausstattung ist ebenso überzeugend wie der Aufbau der Geschichten, die wundervoll erzählt werden.
Wir gratulieren sehr herzlich zur LOBENDEN ERWÄHNUNG und sind schon sehr gespannt auf die nächsten Filme der Regisseurinnen, denen, wenn sie so weitermachen, eine große Karriere bevorsteht.

LOBENDE ERWÄHNUNG [2]
POSUTV: „Ali“ (Nürnberg 2018  // 13 min)
Ali liebt von klein auf schon das Boxen und trainiert sehr stark dafür. Sehnsüchtig erwartet er seinen ersten Kampf. (> Trailer auf YouTube)

Laudatio:
Mit dem Film Ali erzählen die jungen Filmemacher die Geschichte von einem kleinen Jungen, dem das Boxen im Blut liegt. Obwohl der Vater kaum genügend Geld hat, um sich Essen zu leisten, unterstützt er seinen Sohn. Für Ali ist die Situation nicht leicht. Wegen des ständigen Trainings und des fehlenden Geldes kann er nicht mit seinen Freunden ausgehen. Dieses Opfer zahlt sich allerdings viele Jahre später aus. Ali ist endlich soweit. Er hat seinen ersten richtigen Kampf. Obwohl er zunächst einige Schläge einstecken muss, schafft er es dennoch den Kampf zu gewinnen und wird von den Zuschauern gefeiert. Trotz der schwierigen Umstände ist Ali schließlich ein erfolgreicher Boxer geworden, weil er daran geglaubt hat, sein Ziel zu erreichen.
Mämmäd und sein Team schaffen es, einige professionell anmutende Einstellungen zu kreieren und diese stimmig zu montieren. Der Film stellt die Probleme junger Sportler mit finanziellen Schwierigkeiten erfolgreich dar.
Die Filmemacher haben sich mit ihrem Film „Ali“ eine LOBENDE ERWÄHNUNG verdient.

LOBENDE ERWÄHNUNG [WebVideo]
Malte Veh: „Bali – die Insel der Götter“ (Fürth 2018  // 3 min)
Während einer zweiwöchigen Rundreise quer über die beliebte Ferieninsel Bali in Indonesien, fängt Filmemacher Malte Veh alles ein, was ihm so vor die Kamera kommt: exotische Tiere, atemberaubende Landschaften, die lächelnden Bewohner Balis und vieles mehr. (> Video auf YouTube)

Laudatio:
Malte Veh zeigt in seinem cinematischen Clip wunderschöne Aufnahmen von exotischen Tieren, Natur, Menschen und Kultur auf der indonesischen Insel Bali. Der knackige 3-Minüter ist technisch und ästhetisch gut gefilmt und geschnitten und weckt damit die Reiselust der Zuschauer. Damit passt der Clip gut zu den anderen Videos des YouTube-Kanals „Aaron Woods“, den Malte schon seit zwei Jahren aktiv betreibt.
Schon durch den eigenen Thumbnail-Stil ist hier sofort ein durchgängiges Konzept erkennbar, das etwa im Bereich Travel & Lifestyle liegt. Konsequenterweise haben die Clips auf dem Kanal alle ein ähnliches Format, bei dem im Vordergrund die Reise von Malte steht, der seine Erfahrungen in Filmform teilt. Auch wenn die Clips teilweise schon an professionelle Tourismuswerbung erinnern, handelt es sich nicht um Auftragsproduktionen.
Malte arbeitet erkennbar aus eigenem Antrieb und hat offensichtlich selbst viel Spaß dabei. Das steckt an.
Die Jury sieht darin ein großes Potenzial, das sich noch weiter ausbauen lässt und vergibt dafür eine LOBENDE ERWÄHNUNG im Bereich Webvideo

Jury:


Zu den Jurys

Eine VORJURY, die sich aus Vertretern der Veranstalter und Jugendlichen zusammensetzt, sichtete nach dem Einsendeschluss drei Tage lang alle eingereichten Produktionen und stellte das Festivalprogramm zusammen.

Später tagte die PREISJURY, welche die Preisträger bestimmt. Ihr gehörten Fachleute aus den Bereichen Film, Fernsehen und Medienpädagogik an sowie Jugendliche im teilnahmefähigen Alter.

Der WebVideoPreis wurde von einer eigenständigen Webvideo-Jury ausgewählt.

Die Prämierungen durch die Jurys spiegeln deren Meinung wider, die Ergebnis der Diskussionen der einzelnen Produktionen ist. Nicht prämierte Produktionen sollen nicht abgewertet werden! Sie machten des Festival zu einem interessanten und unterhaltsamen Ereignis und sind wichtiger Bestandteil jugendlicher Medienproduktion und Sichtweisen!

Die Jurymitglieder

Der Jury des 31. Mittelfränkischen Jugendfilmfestivals gehören an (von links nach rechts):

    • Benjamin JungblutRedaktion, Moderator, Franken Fernsehen
    • Chistiane SchleindlMedienpädagogin, Filmhaus
    • Detlef MenzkeJugendamt Nürnberg
    • Jonas August(19, Jugendvertreter) – Student
    • Thomas KupserMedienpädagoge, JFF – Institut für Medienpädagogik
    • Klaus Lutz(Juryleitung, nicht stimmberechtigt) – Pädagogischer Leiter des Medienzentrums PARABOL

Die WebVideo-Jury

(von links nach rechts)

  • Alex CioFilmemacher & Onlineaktivist
  • Walerija PetrowaModeratorin, Redakteurin, DASDING (SWR)
  • Steve HengYouTuber & Content Creator von BreakoutTV – Creative Producer bei Bavaria Film

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Die Preiskategorien 2019:

HAUPTPREISE

Die Jury vergibt in drei Kategorien jeweils zwei Hauptpreise.
Die Preisträger werden von der Jury mit dem Mittelfränkischen Jugendfilmpreis, einem Geldpreis, sowie einem ‘Lobo’ (Preistrophäe) ausgezeichnet.
Die ersten Preise der drei Hauptpreiskategorien und ein weiterer von der Jury ausgewählter Preisträgerfilm qualifizieren sich außerdem für das BAYERISCHE KINDER & JUGEND FILMFESTIVAL, das 2020 stattfindet.
Daneben kann die Jury “Lobende Erwähnungen” aussprechen, die mit einem Sachpreis (z.B. Kino- oder Konzertkarten) honoriert werden.

  • Hauptpreis – Coming up
    In der Kategorie „Coming up“ werden zwei Hauptpreise an jüngere Teilnehmer*innen mit wenig Vorerfahrung vergeben.
    Die Preise werden gestiftet vom Jugendamt der Stadt Nürnberg.
  • Hauptpreis – Talent
    In der Kategorie „Talent“ gibt es zwei Hauptpreise für Teilnehmer*innen mit Erfahrung bzw. über 18 Jahre.
    Die Preise werden gestiftet vom Kreisjugendring Nürnberg-Stadt.
  • Hauptpreis – Professional
    Die Kategorie „Professional“ richtet sich an Teilnehmer*innen mit einschlägiger Ausbildung/ Studium im Bereich Film.
    Die Preise werden gestiftet vom Förderverein Filmhaus Nürnberg und Filmbüro Franken – Verein für die freie Filmszene.

SONDERPREISE

Diese Sonderpreise gab es beim 31. Mittelfränkischen Jugendfilmfestival*:

  • Franken Fernsehen Kurzfilmpreis
    Besonders kurze Produktionen haben es oft schwer wahrgenommen zu werden. Dabei liegt die Würze doch oft gerade in der Kürze. Deshalb stiftet Franken Fernsehen einen Preis für den besten Kurzfilm mit einer Länge von maximal fünf Minuten.
  • Musikclip-Preis
    Musikclips sind ein ganz eigenes, aber jugendkulturell bedeutsames Genre. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen vergibt die Jury einen Sonderpreis für den besten Musik-Videoclip.
  • WebVideoPreis
    YouTube-Formate bilden ebenfalls ein ganz eigenes Genre. Hier gibt es jede Menge witzige und spannende Formate. Deshalb wird auch die beste Webvideo-Produktion mit einem Sonderpreis prämiert.
  • Publikumspreis
    Auch die Zuschauer können einen Preis vergeben und mit Stimmzetteln ihren Lieblingsfilm aus dem Programm wählen. Der Publikumspreis wird gestiftet vom Förderverein Evangelische Medienzentrale Bayern.

*) Der Jury steht es frei, einen Sonderpreis nicht zu vergeben, wenn es nach Ansicht der Jury in der jeweiligen Kategorie zu wenige oder keine preiswürdigen Einreichungen gab.