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Die Preisträger 2014

Preisträger | Jury | Preiskategorien | PDF


Die besten Beiträge wurden von einer unabhängigen Jury mit dem Mittelfränkischen Jugendfilmpreis, einem Geldpreis, sowie einem ‘Lobo’ ausgezeichnet. Ausgewählte Filme qualifizieren sich außerdem für das 13. Bayerische Jugendfilmfest JUFINALE, das vom 16.-18. Mai 2014 in Regensburg stattfindet.

Nähere Infos zu den Jurys und den Preiskategorien findet ihr unten.

Für Infos zu den Preisträger-Filmen einfach auf den entsprechenden Preis klicken.

Hauptpreise:

1. Preis in der Kategorie COMING UP
Mathis Films: „Black“ (Hersbruck 2013 // 7 min)
Eine mysteriöse Gestalt wird zufällig von zwei Jungen im Wald gefilmt, die sich daraufhin auf die Suche machen um das Geheimnis zu ergründen.

Laudatio:
Das Genre Horrofilm ist wie immer bei diesem Festival gut vertreten. Die Vorgaben dieses beliebten Genres sind aber nicht so leicht zu erfüllen, wie es im ersten Moment den Anschein haben mag. Wirkliche Suspense zu erschaffen, Grusel oder gar ein Zusammenzucken des Zuschauers in Kinosesseln auszulösen, erfordert gutes Handwerk. Dies schaffen die Filmemacher Paul Schober, Leo Geyer und Mathis Hauter in ihrem Film „Black“. Überzeugt hat der Film vor allem durch sein durchdachtes Konzept. Die jungen Filmemacher haben keine Kopie eines Horrorfilms gedreht, sondern eine eigene Story erschaffen. Die zwei Protagonisten filmen mit ihrer im Wald installierten Kamera eine seltsame Gestalt, wollen ihre Kamera bergen und begegnen dabei der Gestalt. Es bleibt unklar, was da im Wald wartet: ein Monster, ein Mensch mit Maske, ein missratenes Experiment?
„Black“ bedient sich verschiedener Horrorstilmittel, die klug eingesetzt werden. Das tragende Element sind aber vor allem die Blacks, die den Zuschauer immer wieder für Sekundenbruchteile ins Ungewisse schicken. Auch durch die überzeugende Kameraarbeit und den durchdachten Schnitt fügt sich „Black“ zu einem kurzen aber überzeugenden Gruselkabinett zusammen.
Wir hoffen, wir dürfen auch die nächsten Jahre unter Spannung stehen und weitere Filme von Mathis Films bei den kommenden Festivals erwarten.

2. Preis in der Kategorie COMING UP
Filmcamp KJR Erlangen-Höchstadt: „Neuanfang“ (Höchstadt 2013 // 8 min)
Jake ist Drogendealer. Auch Tina ist für ihn nur eine potenzielle Kundin. Aber zwischen den beiden entwickelt sich mehr. Jake muss sich entscheiden.

Laudatio:
Im Leben gibt es viele schwierige Momente. Momente, in denen man vor Entscheidungen steht. Vieles im Leben basiert auf Zufall, so wie der Unfall, bei dem der Freund der Protagonistin tödlich verunglückt. Aber hinter allen Schicksalsschlägen stecken Entscheidungen und Schuldfragen. Die namenlose Protagonistin trauert und verzweifelt über ihre Schuldgefühle am Tod ihres Freundes. Aber am Friedhof fällt sie gleich in die Arme von Drogendealer Jake, der in der „reichen Tussi“ eine gute Geldanlage sieht. Die Gruppe des Filmcamps 2013 des KJR Erlangen-Höchstadt hat sich mit „Neuanfang“ an die großen Themen herangewagt: Entscheidungen und Neuanfänge und natürlich die Liebe, die dann reinfunkt, wenn man es am wenigsten brauchen kann. Besonders lobenswert ist die schauspielerische Leistung der jungen Darstellerinnen und Darsteller, die auch schwierige Emotionen glaubwürdig gestalten. Bei all diesen großen Themen hat die Gruppe den Witz allerdings nicht vergessen. Der Drogenboss und seine Gang runden den Film mit Action und Humor ab. Für Jake gibt es einen Neuanfang und für die Filmemacher den 2. Preis in der Kategorie ‚Coming up‘.

1. Preis in der Kategorie TALENT
Cinfinella: „Wer bin ich?“ (Reichenschwand 2013 // 2 min)
Ein Mädchen steht vor dem Spiegel und überlegt, was es anziehen soll. Doch bei jedem Outfit befürchtet sie negative Reaktionen. (> Video auf YouTube)

Nominiert für die Bayerische JUFINALE 2014

Laudatio:
„Bin ich nur das, was die Kleidung aus mir macht?“ – Mit diesem gesellschaftskritischen Slogan beenden Linda, Leah, Michelle, Vanessa und Marina ihren Film. Doch damit alleine bekommt man noch keinen Preis. Besonders die Schlichtheit des Films hat es der Jury angetan. Nur eine Einstellung, ein Mädchen vor einem Spiegel, reicht um die Message des Films rüberzubringen.
Eine Alltagssituation: Das Mädchen fragt sich, was es anziehen soll. In Gedanken geht sie verschiedene Outfits durch und stellt sich vor, was die Leute wohl sagen würden, wenn man sie so sehen würde. Die vielen negativen Kommentare auf alle Kleidungsstile, die als Gedanken hörbar gemacht werden, zeigen die Ausweglosigkeit, wenn man sich nach der Meinung anderer richten möchte. Dabei bleibt die Mimik bei jedem Stilwechsel gleich neutral, damit das Augenmerk auf Kleidung, Frisur und Accessoires fällt. Auch die Musik ist sehr gut ausgewählt und unterstreicht perfekt den jeweiligen Style. Die gleiche Person wirkt dadurch sechsmal völlig unterschiedlich. Der Mensch ist eben nicht nur auf sein äußeres Erscheinungsbild zu reduzieren. Die Botschaft ist angekommen! Der filmische Minimalismus gepaart mit liebevollen Ausstattungsdetails und treffender Musikauswahl, dazu die perfekte Länge und der abschließende Spruch, das sind hier die Zutaten zum ersten Platz in der Kategorie Talent. Gratulation zu dieser Glanzleistung!

2. Preis in der Kategorie TALENT
Neverending Pictures: „Das Mädchen und der freie Wille“ (Erlangen 2013 // 26 min)
Ein Mädchen wird entführt. Für ihre Freilassung muss sie drei Aufgaben erfüllen, die sie an ihre Grenzen bringen und ihr bisheriges Leben in Frage stellen werden. (> Film bei Vimeo)

Nominiert für die Bayerische JUFINALE 2014

Laudatio:
Wer will ich sein? Wer soll ich sein? Wer darf ich sein? Will ich das überhaupt? Was wollen andere von mir? Diese Fragen stellen die 21-jährige Regisseurin Ina Will und ihr Team von Neverending Pictures in ihrem Film „Das Mädchen und der freie Wille“. Was ist freier Wille? Und gibt es freien Willen überhaupt? Kann man überhaupt Entscheidungen treffen ohne fremden Einfluss? Mit dem Film bringt das Team um Ina Will den Zuschauer dazu, genau über diese Fragen nachzudenken. – Eine junge Frau wird entführt. Ihr Entführer gibt ihr drei Aufgaben, für die sie ihr bisheriges Leben in Frage stellen muss. Nur, wenn sie die Aufgaben erfüllt, kommt sie frei. – Die Darsteller überzeugen in ihren Rollen. Verunsicherung auf der einen und Macht auf der anderen Seite werden sehr authentisch dargestellt. Die Regisseurin schafft Stimmung. Nicht durch lange Dialoge oder aufwändige Atmo. Sie hat mit dem Film bewiesen, dass sie ein gutes Händchen für Musik hat. Diese setzt sie in den Szenen, in denen die junge Frau auf ihr Leben blickt und in ihrer „Zelle“ schreibt, genau richtig ein. Diese Szenen bilden den optimalen Kontrast zu den trockenen, nüchternen, kurzen Dialogen mit ihrem Entführer, die wiederum keine Musik nötig haben. Das Zimmer, in dem die Protagonistin gefangen ist, ist karg und kühl. Diesem schlichten Ort setzt der Film einen schnellen und intelligenten Schnitt-Rhythmus entgegen. Der Kamera-Blick fällt immer wieder zur Tür, die für die (vermeintliche) Freiheit der Gefangenen steht. Die junge Frau ist in einer Extremsituation und entwickelt zu ihrem Entführer sogar eine Art Beziehung. Eine zweite Ebene, die mit dem Hauptthema – dem freien Willen – geschickt verwoben ist. Dem Team ist es gelungen, die Geschichte einer jungen Frau zu erzählen, die dazu gezwungen wird, sich selbst und ihre konditionierte Unfreiheit zu erkennen und zu hinterfragen. Am Ende bekommt sie die Möglichkeit, sich zu befreien – konkret aber auch symbolisch. Die Regisseurin und ihr Team schaffen es, dass sich der Zuschauer selbst fragt: Was schränkt mich und meine Freiheit eigentlich ein? Ist es nicht schon die Kalorientabelle auf dem Joghurt, die dürren Models in den Frauenmagazinen, oder die Kleidung, die ich für jemand anders tragen soll – obwohl ich das selbst vielleicht gar nicht will. – Die Jury und ich hoffen nun, dass es euer freier Wille war, hier auf der Bühne euren Preis anzunehmen. – Herzlichen Glückwunsch!

1. Preis in der Kategorie PROFESSIONAL
Leonard Billeke, Felix Reichert, Hannes Maar, Alexander Ortwein und Julius Rosen: „Herr Peters und das Huhn“ (Nürnberg 2013 // 6 min)
Bei Herrn Peters zieht ein Huhn ein. Das anfangs gute Verhältnis der beiden verschlechtert sich zusehends, bis Herr Peters einen Verdacht bekommt… (> Film auf Vimeo)

Nominiert für die Bayerische JUFINALE 2014

Laudatio:
Schon bei seiner ersten öffentlichen Präsentation – ebenfalls hier im Cinecittà in der Ohmrolle – galt der wunderbare Film von Leonard Billeke, Felix Reichert, Hannes Maar, Alexander Ortwein, Stefan Endreß und Julius Rosen als absolut preisverdächtig. In der Tat ist der feine schwarzhumorige Film von der Idee, über die Umsetzung bis zur Schlusspointe meisterhaft. Manch Cineast kann sich sogar an die große Tradition der Filmparabeln, wie sie der junge Roman Polanski schuf, oder an den Altmeister des surrealen schwarzen Humors Luis Bunuel erinnert fühlen, bei dem – und das mag Zufall sein – Hühner auch einmal als wahre Unheilbringer auftauchen. Akribisch und liebevoll bis ins Detail wurde die Filmkulisse ausgestaltet. Der Schauspieler Heinrich Schafmeister verkörpert Herrn Peters nicht nur, er ist Herr Peters. Auch die übrigen Darsteller wurden sehr überzeugend in Szene gesetzt. Und last but not least das Huhn, vielmehr die vier Filmhühner, die es dargestellt haben, und die sehr gut trainiert, aber ebenso grandios, wie die anderen Darsteller, von der Kamera eingefangen wurden. Brillant ebenso die Dramaturgie und die Montage des Films. ‚Herr Peters und das Huhn‘ überzeugt neben seiner großen Professionalität aber auch noch durch etwas wesentlich Wichtigeres: Die Macher haben bereits einen eigenen unverwechselbaren Stil kreiert. Das ist das höchste Lob, was man einem wahrhaft meisterhaften Film geben und gleichzeitig das Kostbarste was man erreichen kann. – Wir gratulieren dem Filmteam sehr herzlich, und wir sind überzeugt, dass sie in der Zukunft noch eine große Karriere vor sich haben werden.

2. Preis in der Kategorie PROFESSIONAL
Dream Film Factory: „Farbenspiel“ (Nürnberg 2013 // 6 min)
Ein einsames Wesen lebt in einem Verließ. Bis ein Schmetterling hinein gelangt. Sie freunden sich an. Ein Unglück erfordert eine schwere Entscheidung. (> Film auf YouTube)

Nominiert für die Bayerische JUFINALE 2014

Laudatio:
Ein karger Raum. Eine karge Figur. Ein gefristetes Leben in Kargheit. Was geschieht, wenn die letzte Glühbirne erlischt? Triste Dunkel- und Wertlosigkeit. Bis das Unmögliche möglich wird. Ein kleines Rinnsal von Licht erweckt die Lebensgeister. – Der Film erzählt die Geschichte einer in einem Raum gefangenen Figur, deren letzte Lichtquelle schwindet, und die nun scheinbar verdammt ist, ihre Zeit bis zum Ende in Dunkelheit zu fristen. Bis die Figur wie durch ein Wunder ein Fenster hinter der Tapete entdeckt. Das Tageslicht strahlt in den Raum und die Figur scheint sich zum ersten Mal wieder zu erkennen. Als auch noch ein bunter Schmetterling durch ein Loch im Fenster hineinschwebt, scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Bis jedoch das Fenster langsam zugeschüttet wird und das Tageslicht schwindet. Die Figur steht vor einer Entscheidung. Behält sie ihren einzigen Lichtblick, den Schmetterling, oder lässt sie ihn bewusst gehen, um ihm weiterhin die Möglichkeit zu geben, sein Farbenspiel zu entfalten und weiter zu tragen?
Die pure und von der Liebe zum Detail geprägte Stopmotion-Animation des Filmes „Farbenspiel“, zieht mit ihrer ganz eigenen, faszinierenden Ästhetik den Zuschauer sofort in das Geschehen. Trotz einer scheinbar einfachen Geschichte, wird schnell klar, dass „Farbenspiel“ alles andere als einfach gehalten ist: Jedes Detail des Films scheint komplett zu Ende gedacht und ausgeklügelt. Eine langgliedrige, menschenähnliche Hauptfigur welche durch das Gefühl von Trist- und Einsamkeit charakterisiert wird. Ein Raum mit knarzenden Bodendielen, rissiger, jedoch aufwändig gestalteter Tapete, allesamt in atmosphärischen Brauntönen gehalten. Gebrochen durch einen scheinbar federleichten, farbigen Schmetterling und meisterhaftes Lichtspiel. Starke Bilder, welche durch gezielten Einsatz von Tiefenschärfe unterstützt werden.
Eine vielschichtige Soundkulisse, vom Knarzen der Dielen über die Atemzüge der Hauptfigur bis zu dem unterschwelligen aber maßgebenden Gefühl der Stille, verdeutlicht durch Bass und andere gezielte Atmospherik. Und dann natürlich noch die einfache und zarte Melodie von gezupften Seiten, wann immer das Licht eine Rolle spielt. – All das ergibt eine faszinierend schöne und zugleich traurige Parabel um existenzielle Werte. Auf den Punkt gebracht und aufwändig produziert, ein verdienter Preis für den Film „Farbenspiel“.

Sonderpreise:

FRANKEN FERNSEHEN KURZFILMPREIS
Florian Dawel & Sebastian Plank: „seek“ (Nürnberg 2013 // 4 min)
Die Geschichte eines Jungen, dessen Plüschlöwe kaputt gegangen ist. Völlig allein begibt er sich auf die Suche nach dem fehlenden Teil. Computeranimation.

Nominiert für die Bayerische JUFINALE 2014

Laudatio:
„Die Geschichte eines blinden Jungen, dessen Plüschlöwe kaputt gegangen ist. Dramaturgisch einwandfrei erzählt“ – so könnte man den Film inhaltlich zusammenfassen. „Eine wunderschöne Sound- und Musikkulisse, die den Film stimmig untermalt. Perfekt animiert – bis ins kleinste Detail“ – so könnte man den Film technisch zusammenfassen.
All das ist sehr gut und auf hohem Niveau. Gerade deshalb ist es beachtlich, dass der Film zu keinem Zeitpunkt damit protzt. Er stellt diese Perfektion sogar in den Hintergrund, um in erster Linie eines zu tun: Etwas, das viele Filme bei all der technischen Perfektion leider immer öfter vergessen zu tun: Er erzählt eine Geschichte! Und diese Geschichte erzählt der Film so eindrucksvoll, so nah am Protagonisten, wohlgemerkt ganz ohne Worte, dass etwas mit dem Zuschauer passiert: Man fühlt mit der Hauptfigur – man versteht ein Stück weit, was es bedeuten muss blind zu sein: Im Film sieht man, wie es sein muss, nicht sehen zu können!
Eine beachtliche Leistung, vor allem, weil verzichtet wird auf die Tränendrüse zu drücken! Deshalb geht völlig verdient der Franken Fernsehen Kurzfilmpreis des 26. Mittelfränkischen Jugendfilmfestivals an Florian Dawel und Sebastian Plank mit ihrem Animation-Film „seek“.

MUSIKCLIP-PREIS
Pantherfilms: „Ludwig Two – From You“ (Nürnberg 2013 // 3 min)
Musikvideo zum Lied „From You“ der Band Ludwig Two
(> Clip auf YouTube)

Laudatio:
Ein Winterabend. Eine Frau geht alleine durch die Straßen. Zielgerichtet. Sie ist nicht auf der Suche. Sie weiß, wohin der Weg sie führt. Denn ein Schatten weist ihr den Weg – die Ahnung, etwas gesehen zu haben, etwas unbekanntes und doch familiäres, etwas, das sie an ihr Ziel leiten wird.
Der Song „From You“ der Band „Ludwig Two“ generiert eine geheimnisvolle, ja, fast düstere Stimmung. Und so untermalt der Clip die Musik ebenfalls, ein Spiel von Nebel und Licht sind die Konsequenz aus einer größtenteils dunklen Umgebung. Die Locations bieten eine optimale Grundlage zum Erhalt der Stimmung – ob ein schneebedecktes Straßencafé, eine lange Straße oder eine gigantische Fabrikhalle. Bild, Wirkung und Sound wurden perfekt auf einander abgestimmt um den Zuschauer in die Handlung hineinzuziehen. Unterstützt wird die Atmosphäre auch durch den Schnitt, da er sich nicht durch übermäßiges Auf-den-Beat-schneiden in den Vordergrund rückt. Nur bei musikalischen Akzenten in der Musik ist auch das Bild dementsprechend gesetzt, was wiederum die Spannung jeweils erhöht.
Die filmische Arbeit mit dem Panther wirkt professionell und auch der Zusammenschnitt der Szenen mit Panther und Darsteller ist reibungslos gearbeitet. Neben der schauspielerischen Leistung überzeugen auch Kostüm und Makeup der weiblichen Hauptdarstellerin, welches mit Auge auf den Panther und das Ambiente abgestimmt ist. Einwandfrei sind auch Animation von Schatten oder Elemente der jeweiligen Locations, und um der Stimmung des Filmes noch den letzten Schliff zu geben, unterstützt der Einsatz von Slowmotion maßgebend den Fluss und die Bedeutung der Geschichte. – Alle Elemente fügen sich ungehindert zusammen. Dies macht den Musikclip „Ludwig Two – From You“ zu einer außergewöhnlich runden Produktion, welche den Sonderpreis für den besten Musikclip von der Jury verliehen bekommt.

SONDERTHEMA “EUROPA”
Trinationaler Austausch: „Everyone can change the future of Europe“ (Nürnberg 2013 // 8 min)
Kurze Episoden zum Thema Menschen in Europa. Jeder kann etwas ändern, wenn er will.

Nominiert für die Bayerische JUFINALE 2014

Laudatio:
Europa kann viel mehr sein, als kleinkrämerische politische Gremien vermuten lassen, die Glühbirnen verbieten oder den Gebrauch von offenen Ölkännchen auf Restaurant-Tischen untersagen.
Die Filmgruppe vom Trinationalen Jugendaustausch aus Frankreich, Polen und Deutschland zeigt auf lustige und spielerische Art und Weise, dass es bei dem Europa-Gedanken vielmehr um die Idee des gemeinsamen, friedvollen Miteinanders voller Respekt und gegenseitiger Achtung geht.
Mit Mitteln des Stummfilms wird diese positive „Message“ ganz ohne Worte befördert. Besonders überzeugend gelingt dieses Statement in der Episode, die klarmacht, um was es letztlich in der Idee von Europa tatsächlich geht: Nämlich um den Gedanken des Friedens für alle. Die Jury vergibt daher für diese engagierte Produktion den Sonderpreis zum Thema „Europa“.

PUBLIKUMSPREIS
Nie Wieder Shakespeare Productions: „Vampirfieber 1 – Sonnenbrand“ (Erlangen 2013 // 27 min)
Kiara hat Sonnenbrand. Da sie sich nicht mehr ins Sonnenlicht traut, halten ihre Freunde sie für einen Vampir und ergreifen Gegenmaßnahmen.
(> Film auf YouTube)

Lobende Erwähnungen:

LOBENDE ERWÄHNUNG [1]
David Vorkauf: „Day in a life“ (2013 // 4 min)
Ein Tag aus dem Leben eines BMX- und Dirtbikefahrers.

Laudatio:
„Day in a Life“. Ein Tag im Leben eines BMX und Dirtbike-fahrers. Die Filmcrew um David Vorkauf nimmt uns mit durch einen solchen Tag. Sicherlich kein Alltag, aber vielleicht die Vorstellung eines perfekten Tages, an dem von früh bis spät seinem Hobby, seiner Leidenschaft nachgegangen werden kann.
„Day in a Life“ überzeugt vor allem durch die handwerkliche Ausführung. Starke Bilder setzen die teils waghalsigen Kunststücke der Dirtbikefahrer perfekt in Szene. Was sonst in Sekundenbruchteilen vorbei oder aus der Zuschauer-perspektive kaum zu sehen ist, wird durch die filmische Umsetzung für die Zuschauer erfahrbar gemacht und lässt einen umso mehr über das Können der Sportler staunen. Doch die Stärke von „Day in a Life“ liegt nicht allein in der sehr überzeugenden Kameraarbeit. Gerade die Montage schafft es, den schönen Bildern eine Dramaturgie zu geben und hilft so, wortlos zu erzählen.

LOBENDE ERWÄHNUNG [2]
Simon Gubo und Co.: „Microkosmonaut“ (Eckental 2013 // 7 min)
Der Microkosmonaut ist ein Illusionist, ein Angsthase, der im echten Leben ein Träumer ist. Er ist ein Mensch wie wir!

Laudatio:
Wer hat nicht schon einmal das Gefühl gehabt, etwas nicht zu verstehen und fühlt sich wie ein Außerirdischer auf einem fremden Planeten!
Der Kurzfilm „Microkosmonaut“ von Simon Gubo berichtet in ruhigen Bildern von diesen Emotionen und zeigt, dass die Flucht vor der Realität durch Tragträumerei dabei keine gute Lösung darstellt. Erst wenn die Heldin dieses Kurzfilms ihren Astronautenhelm wegwirft und sie auf andere zugeht, kann sie ihre Isolation überwinden und ihre Sicht auf die Welt erweitern.
Die Jury vergibt für den phantasievollen und sorgfältig produzierten Film nicht zuletzt wegen dieser humanistischen Botschaft eine „Lobende Erwähnung“.

LOBENDE ERWÄHNUNG [3]
Monolith Films: „The Task“ (Nürnberg 2012 // 5 min)
Ein Schüler kommt von der Schule nach Hause. Natürlich hat er hässliche Mathe-Hausaufgaben bekommen, die es bis zum nächsten Tag zu erledigen gilt. (> Film auf YouTube)

Laudatio:
Ein Schultag wie jeder andere auch. Mit „The Task“ hat Alex Gröpel bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen, obwohl – oder weil – ich genau das gleiche jeden Tag erlebe. Der Film stützt sich auf Klischees, die aber bei wohl jedem zutreffen. – Du kommst nach Hause und haust dich erst mal vor die Glotze… Im Film wird die vergangene Zeit sehr eindrucksvoll durch verschiedene Zeitrafferaufnahmen dargestellt.
Das Handy klingelt und erinnert dich daran, die Hausaufgaben zu erledigen. Du bekommst aber plötzlich Hunger. Hier wird die verstreichende Zeit mit dem Ticken eines Weckers verdeutlicht.
Du setzt dich wieder vor dein Heft und glücklicherweise klingelt plötzlich das Telefon. Wenn es dann schon längst dunkel ist, hast du dann eh keinen Bock mehr und gehst lieber an den Computer, bis du spät nachts von einem Freund erinnert wirst, dass du noch Mathe machen musst.
Die auf den Punkt gebrachte Handlung, schön ausgewählte Kameraperspektiven, die passende Musik während der Zeitrafferszenen wie auch die gute schauspielerische Leistung von Valerio Pohl verdienen eine lobende Erwähnung!

Jury:

Zu den Jurys

Eine VORJURY, die sich aus Vertretern der Veranstalter zusammensetzt, sichtet nach dem Einsendeschluss alle eingereichten Produktionen und stellt das Festivalprogramm zusammen.

Später tagt die PREISJURY, welche die Preisträger bestimmt. Ihr gehören Fachleute aus den Bereichen Film, Fernsehen und Medienpädagogik an sowie Jugendliche im teilnahmefähigen Alter.

Die Prämierungen durch die Jury spiegeln deren Meinung wider, die Ergebnis der Diskussionen der einzelnen Produktionen ist. Nicht prämierte Produktionen sollen nicht abgewertet werden; sie tragen zum Gelingen des Festivals bei und sind wichtiger Bestandteil jugendlicher Medienproduktion und Sichtweisen.

Die Jurymitglieder

Der Jury des 26. Mittelfränkischen Jugendfilmfestivals gehören an (von rechts nach links):

Andreas HolzmüllerEditor, Medienwerkstatt Franken
Michael Bloech Medienpädagoge, JFF – Institut für Medienpädagogik
Chistiane SchleindlMedienpädagogin, Filmhaus
Kimberly Obst – (18, Jugendvertreterin) – FSJ Kultur
Niklas Lieb – (15, Jugendvertreter) – Schüler
Christoph Kocher – Moderator, Franken Fernsehen

Juryleitung:
Klaus LutzPädagogischer Leiter des Medienzentrums PARABOL (im Bild links)

Die Preiskategorien 2014:

HAUPTPREISE

Die Jury vergibt in drei Kategorien jeweils zwei Hauptpreise.
Die Preisträger werden von der Jury mit dem Mittelfränkischen Jugendfilmpreis, einem Geldpreis, sowie einem ‘Lobo’ (Preistrophäe) ausgezeichnet.
Die Gewinner der Kategorien “Talent” und “Professional” und einzelner ausgewählter Sonderpreise qualifizieren sich außerdem für das 13. Bayerische Jugendfilmfest, die JUFINALE Bayern, die vom 16.-18. Mai 2014 in Regensburg stattfindet.
Daneben kann die Jury “Lobende Erwähnungen” aussprechen, die mit einem Sachpreis (z.B. Kino- oder Konzertkarten) honoriert werden.

  • Hauptpreis – Coming up
    In der Kategorie „Coming up“ werden zwei Hauptpreise an jüngere Teilnehmer*innen mit wenig Vorerfahrung vergeben.
    Die Preise werden gestiftet vom Jugendamt der Stadt Nürnberg.
  • Hauptpreis – Talent
    In der Kategorie „Talent“ gibt es zwei Hauptpreise für Teilnehmer*innen mit Erfahrung bzw. über 18 Jahre.
    Die Preise werden gestiftet vom Kreisjugendring Nürnberg-Stadt.
  • Hauptpreis – Professional
    Die Kategorie „Professional“ richtet sich an Teilnehmer*innen mit einschlägiger Ausbildung/ Studium im Bereich Film.
    Die Preise werden gestiftet vom Förderverein Filmhaus Nürnberg und Filmbüro Franken – Verein für die freie Filmszene.

SONDERPREISE

Diese Sonderpreise gab es beim 26. Mittelfränkischen Jugendfilmfestival*:

  • Franken Fernsehen Kurzfilmpreis
    In der Kürze liegt die Würze.
    Franken Fernsehen stiftet einen Preis für den besten Kurzfilm mit einer Länge von maximal fünf Minuten.
  • Musikclip-Preis
    Musikvideos lassen sich mit anderen Kurzfilmen schwer vergleichen und bilden ein ganz eigenes, aber jugendkulturell bedeutsames Genre.
    Daher vergibt die Jury einen Sonderpreis für den besten Musikclip.
  • Sonderthema „Europa“
    Das von der JUFINALE ausgerufene Sonderthema lautet “Europa”. Der Film, der sich nach Meinung der Jury am besten mit diesem Thema auseinandersetzt, erhält einen Sonderpreis und eine Nominierung für die Bayerische JUFINALE.
  • Publikumspreis
    Auch die Zuschauer können einen Preis vergeben und mit Stimmzetteln ihren Lieblingsfilm aus dem Programm wählen. Der Publikumspreis wird gestiftet vom Förderverein Evangelische Medienzentrale Bayern.

*) Der Jury steht es frei, einen Sonderpreis nicht zu vergeben, wenn es nach Ansicht der Jury in der jeweiligen Kategorie zu wenige oder keine preiswürdigen Einreichungen gab.