The Loop

von Juze Thingers

2015  •  Spielfilm  •  14:16 Min.  • Schwaben

Dennis hat keine Ahnung wie er an diesen Ort kommt. Ihm brummt der Kopf und er fühlt eine unglaubliche Leere in sich, fühlt sich nur noch als halber Mensch. Wie sich zeigt, lastet ein Fluch auf ihm…


„The Loop“,
das ist ein zehnminütiger Film, der dem Zuschauer um ein Vielfaches länger im
Kopf bleiben dürfte: Er erzählt, wie ein junger Mann sich von Dämonen zu
befreien versucht, und der Spannungsbogen bleibt die ganze Zeit über gespannt.
Als das Orakel die Aufgaben stellt und sich der junge Mann anschließend auf den
Weg macht, gibt es witzige Dialoge zum Schmunzeln, daneben aber auch nachdenkliche
Szenen, in denen der Zuschauer tiefe Einblicke in das Seelenleben des Hauptdarstellers
bekommt. Entscheidend dafür, dass das gelingt, sind die tolle schauspielerische
Leistung und die einnehmende Kameraarbeit. Beispielweise als der junge Mann
sich bei der Arbeit nicht mehr konzentrieren kann oder gegen Ende des Films
eine nervenaufreibende Spannung erzeugt wird, unterstützen die Schnitte,
Einstellungen und Effekte die Wirkung der Bilder sehr. Auch für die
Hintergrundmusik und die Geräusche hat das Filmteam ein gutes Gespür bewiesen
und der Hauptdarsteller hat sogar das Titellied selbst geschrieben. Der Inhalt des
Films ist oberflächlich betrachtet simpel an Märchenmotiven orientiert und
leicht wiederzugeben. In seiner ausgestalteten Form gelingt es ihm aber, vieles
zwischen den Zeilen zu erzählen und so quasi einen doppelten Boden einzubauen. Der
Film macht Lust, die Geschichte hinter der Geschichte zu ergründen. Insofern
macht er seinem Namen „The Loop“ nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch
alle Ehre: Die Jury hätte sich ihn am liebsten gleich noch mal angeschaut. Das
alles macht den Film zu einem Preisträger.

Gewinner Hauptpreis

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