SPIELFELD

von Kristina Schranz, Caroline Spreitzenbart, Marie Freund

2017  •  Dokumentarfilm  •  26 Min.  • München

Seitdem die Balkanroute dicht ist, verwaltet die österreichische Regierung in Spielfeld einen Zaun und leere Zelte. Was halten die Dorfbewohner von diesem “Grenzmanagement”? Preisträger flimmern&rauschen 2018 | Sonderthema “Heimat” Laudatio : Die österreichische Gemeinde Spielfeld mit ihren nicht ganz 1.000 Einwohnern liegt eigentlich mitten in Europa – und doch an einer Grenze: der Grenze zwischen Österreich und Slowenien. Auf dem Weg nach Westeuropa durchqueren im Winter 2015, in der Hochphase der Flüchtlingswelle, über 100.000 Flüchtlinge Spielfeld – und ein modernes „Grenzmanagment-System“ wird eingeführt. Doch nachdem die Balkanroute geschlossen wurde, gibt es dort nurmehr einen Zaun, menschenleere Zelte – und die Dorfbewohner, die geblieben sind. Was passiert, wenn ein kleiner Ort plötzlich und für kurze Zeit zum Transitort, zum Hot-Spot der ratlosen europäischen Flüchtlingspolitik wird, um dann wieder von der medialen Bildfläche zu verschwinden? Davon erzählen Kristina Schranz und Caroline Spreitzenbart in ihrem Kurzdokumentarfilm SPIELFELD. In ruhigen, auf das Wesentliche reduzierten Bildern, unaufgeregt, unvoreingenommen und doch mit einer klaren Haltung, zeigen sie die Auswirkungen der absurden Situation auf das Leben der Dorfbewohner. Die Frage, was Heimat war, ist oder auch sein könnte, wird dabei auf vielen verschiedenen Ebenen verhandelt. Ein gut beobachteter Film über ein eigentlich ganz normales Dorf mitten in Europa.

Gewinner

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