Sohn der Sonne

von Sarah Klewes

2017  •  Dokumentarfilm  •  9 Min.  • München

Der schwarz-weiße Dokumentarfilm handelt von einem jungen Mann, der den Thomas-Mann- Roman „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ als Leitfaden für sein Leben nimmt. Angelehnt an den Hochstapler im Roman vertritt Felix Krull die These, dass man alles sein kann, was man sein möchte – und nicht das sein muss, was die Gesellschaft vorschreibt. Er selbst möchte Rap-Musiker sein und damit Wohlstand erreichen. Also produziert er unter dem Pseudonym „Felix Krull“ deutschen Gangster-Rap. SOHN DER SONNE zeigt, wie sich die Privatperson in die Kunstfigur verwandelt, ist beim Entstehungsprozess eines neuen Songs im Tonstudio dabei und begleitet den Künstler in einen Club voller maskierter Menschen. Übergeordnet will sich der Film die Symptomatik eines ganzen Menschenschlags zum Thema machen. Denn viele Menschen geben seit jeher – aber gerade auch heute, im digitalen Zeitalter – nach außen vor, jemand anderes zu sein. Nur gestehen sich die wenigsten ein, dass sie eigentlich blenden.

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