Die Preisträger 2005

Preisträger | Jury | Preiskategorien

Die Preisträger*innen wurden feierlich bekannt gegeben und durch die Jurys ausgezeichnet. Stellvertretend für den Schirmherrn, Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, wurden die Preise durch den Nürnberger Sozialreferenten Reiner Prölß überreicht.
Neben den Preisen der Fach- und Jugendjury wurden Sonderpreise für den besten Dokumentarfilm und den besten Kinderfilm (Altersgruppe bis 14 Jahre) sowie der Newcomerpreis „First Cut“ und der Franken-TV Kurzfilmpreis (bis 3 Minuten) vergeben.

Die Hauptpreise der beiden Jurys (Jugend- und Fachjury) und der Dokumentarfilmpreis qualifizierten sich außerdem für das Bayerische Jugendfilmfest “JuFinale”, das vom 13. bis 16. Juli 2006 in Rosenheim stattfand.

Nähere Infos zu den Jurys und den Preiskategorien findet ihr unten.

Für Infos zu den Preisträger-Filmen einfach auf den entsprechenden Preis klicken.

Hauptpreise der Jugendjury:

1. Preis
Helena Wittmann: „Alles ist leise…“ (8 Min. // DV)
Der Film erzählt von einem dieser in sich gekehrten Momente, die wohl jeder irgendwann erlebt. Erzählt ihn bewusst in der Kulisse einer Stadt in der Nacht. Mit Menschen, die in dieser Stadt zu Hause sind und ihr alles anvertrauen. Und manchmal kann man es hören, das leise Flüstern der nächtlichen Stadt…

Nominiert für die Bayerische JuFinale 2006

Laudatio:
Der Film „Alles ist leise…“ hält von der ersten Sekunde an, was er verspricht. Dunkelheit, diffuse Lichter und Liebe. In der Geborgenheit eines Taxis zeigt Helena Wittmann einen stillen, aber eindringlichen Moment auf und je leiser es wird, desto eindringlicher wird er.
Der Film überzeugte die Jury durch beeindruckende Bilder, exzellente schauspielerische Leistung und technisches Know-how. Dialoge sind dabei nicht nötig, die Geschichte wird durch die Personen und die Stimmung getragen.
Insgesamt eine herausragende Leistung, für die wir einstimmig den 1. Platz vergeben.

2. Preis
Anna Porzelt / Beimann Cineastic: „Puppen“ (21 Min. // 35 mm)
Was passiert, wenn Ritter Blaubart in seiner schaurig-schönen Burg auf die Loreley trifft? Ein düsteres Märchen nimmt seinen Lauf.

Nominiert für die Bayerische JuFinale 2005

Laudatio:
Der Film „Puppen“ ist ein düsteres Märchen von einem alten Puppenspieler, dessen Haushälterin und einem Mädchen. Anna Porzelt ist es gelungen, dies auf faszinierend skurrile Art und Weise umzusetzen.
Besonders hervorzuheben sind die schönen Schauplätze, die eine gelungene Atmosphäre schaffen. Auch die professionellen technischen und schauspielerischen Leistungen überzeugten uns.
Wir wünschen Anna Porzelt viel Erfolg auf der Filmhochschule.

3. Preis
Felix Wagner: „Die Glashausgruft“ (3 Min. // DV)
Ein alltäglicher Gegenstand wird so verändert, dass sein ursprünglicher Sinn kaum noch wiederzuerkennen ist und er eine Geschichte erzählt.

Nominiert für die Bayerische JuFinale 2005

Laudatio:
„Die Glashausgruft“ erfrischt mit einem kurzen und knackigen Erscheinungsbild. Die Jury war ausgesprochen verblüfft, ein ästhetisch derart ansprechendes und ausgewogenes Produkt von einem so jungen Filmemacher vorgesetzt zu bekommen.
Was so manchem älteren Filmemacher schwerfällt, nämlich alles Überflüssige wegzulassen, gehört für Felix zum festen Repertoire. Genauso wie sein professioneller Umgang mit der Technik.
Mit einem gewöhnlichen Glas und einer geschickten Lichtkomposition schafft er eine faszinierende Welt zwischen Alltag und Fiktion.
Bravo!.

Hauptpreise der Fachjury:


1. Preis
medeafilm: „Heiliger Schein“ (19 Min. // 16 mm)
Leben bedrohen, Leben retten, Leben versichern – ein ganz normaler Werktag im Leben von Teufel, Engel und Mensch. Doch was, wenn das Böse gut sein will und das Gute schlecht gelaunt ist? – Ein Musical.

Nominiert für die Bayerische JuFinale 2005

Laudatio:
Aus einer Fülle von preisverdächtigen Einreichungen wurde der Film „Heiliger Schein“ für den ersten Preis gewählt aus mehreren Gründen. Das Team von Medeafilm wählte ein sehr ungewöhnliches, schwierig zu inszenierendes Genre, das oft leicht angestaubt wirkt, das des Musicals.
Keine einfache Umwandlung des Musical als Musikclip ist hier zu sehen, die Gruppe schöpft die Möglichkeiten des Kurzfilms für sich aus, entwickelt das Genre des Musicals weiter und lässt gleich einen eigenen unverkennbaren Stil durchscheinen.
Die Musik, kreiert von Stefan Prölß, der auch die Rolle, des Menschen im Film spielt, ist hervorragend komponiert. Bild und Ton gehen hier eine sehr schöne Symbiose ein. Sehr gut auch der rhythmische Schnitt, das durchdachte Farbkonzept und nicht zuletzt, die darstellerischen Leistungen.
Parabelhafte Sujets sind sehr schwierig zu inszenieren, sie geraten leicht ins allzu lächerliche oder ins allzu Starre, Kalte. Davon ist nichts im Film zu spüren.
Sehr schön auch die hübschen Einfälle, die für überraschende Durchbrechungen sorgen, die nie störend wirken und die sehr überlegt inszeniert und eingesetzt wurden. Das verdient das höchste Lob.
Wir wünschen Medeafilm für ihre weiteren Projekte viel Glück. Ideen und Talent dazu haben sie. Wir freuen uns schon auf ihre nächsten Filme.


2. Preis
Felsberg Film: „Alleingang“ (17 Min. // DV)
Um Isolation und traumatischen Erinnerungen zu entkommen, entschließt sich Yurin zu einem folgenschweren Schritt.

Nominiert für die Bayerische JuFinale 2005

Laudatio:
Das Gegenteil vom Guten ist nicht das Böse, sondern das gut Gemeinte. Gut meint es auch die Tochter von Yurins Nachbarin. Im Gegensatz zu ihrer Mutter hat sie die Veränderungen bemerkt, die Yurin durchgemacht hat. Und das, obwohl auch sie nicht ahnt, dass Yurins Freundin Opfer einer Schießerei war. Beharrlich widerspricht sie den vorurteilsbeladenen Schmähungen, die ihre Mutter für Yurin übrig hat. Im guten Gefühl der moralischen Überlegenheit nimmt sie sich vor, Yurin anzusprechen. Doch sie lässt der guten Absicht keine Taten folgen – das bleibt Yurin überlassen, dem tragischen Helden der Geschichte, der die Nachbarstochter und uns mit einem schalen Gefühl und vielen Fragen zurück lässt.
Mit ihrem Melodram “Alleingang” prangern Andrzej Sekita, Alexander Kreische und ihr Team Gleichgültigkeit und zwischenmenschliche Kälte an. Mit kraftvollen Bildern und einem Soundtrack, der unter die Haut geht, erzeugen sie eine bedrückende Atmosphäre, die Yurins Leiden fühlbar macht. Mit Hilfe einer geschickten Referenz auf Scorseses “Taxi Driver” beschwören sie den mythischen Traum vom heldenhaften Kampf gegen das Böse herauf, doch ihrem Protagonisten fehlt die Kraft für diesen Kampf. Die Wirklichkeit ist apathisch und frustrierend. Nicht Gewalt, sondern einzig die (Nächsten-)Liebe kann uns von dieser Wirklichkeit befreien.

3. Preis
Tagträumer Filme: „Buddha“ (59 Min. // D8)
Schizophrener Auftragskiller ist auf der Flucht vor der Polizei und ein paar Gangstern. Dabei vergisst er seine Pillen und wird von Halluzinationen heimgesucht.

Nominiert für die Bayerische JuFinale 2006

Laudatio:
Buddha ist mehr als ein Thriller. In der Geschichte um den schizophrenen Auftragskiller vermischen sich dramaturgisch gekonnt Realität und Fiktion. Man merkt der Produktion die mehrmonatige wohlüberlegte Arbeit an. Dazu gehören vor allem ein ausgefeiltes Drehbuch und Storyboard.
Die gekonnte Balance zwischen Humor und Spannung zieht über die beachtliche Länge von 58 Minuten auf charmante Weise den Zuschauer in ihren Bann.
Sorgfältige Kameraführung und ein durchwegs guter Schnitt sorgen auch bildlich für eine kurzweilige Erzählweise.
Besonders hervorzuheben ist die perfekte Vertonung. Musik und Soundtrack geben dem Film eine beeindruckende Wirkung.
André Albrecht ist mit „Buddha“ ein Werk rundum spannender Unterhaltung gelungen.

Sonderpreise:


DOKUMENTARFILMPREIS
BoFi Productions: „Bleib auf dem Rhythmus – Sound Connected II“ (31 Min. // DV)
Das Projekt „Sound Connected 2“ gab Anfang 2004 neun talentierten Musikern die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung eine Hip-Hop-CD zu produzieren. Die Dokumentation begleitet die Rapper durch das Projekt.

Nominiert für die Bayerische JuFinale 2005

Laudatio:
„Hiphop ist nicht nur eine Sache, sondern eine Lebenseinstellung.“ Mit dieser Äußerung eines der Protagonisten beginnt der Dokumentarfilm „Bleib auf dem Rhythmus“. Ein typisches Statement, das schnell dahin gesagt ist, und vorgibt, Tiefe zu haben und dann doch nur an der Oberfläche kratzt?
Schon lange vor dem Ende des 31-minütigen Dokumentarfilms von Philipp Bornschlegl wird klar: Die jungen Hiphop/Rap-Musiker, die sich phantasievoll Neoman, Sir Defy, Kanack 81 oder Young Tyson nennen, meinen es ernst. Für sie, welch unterschiedlichen Background sie auch immer haben, ist Hiphop eine Lebenseinstellung, eine ganz individuelle.
Philipp Bornschlegl, der für Kamera, Buch und Regie verantwortlich zeichnet, hat es verstanden, seinen neun Protagonisten den Raum zu geben, den sie brauchen, um nicht nur sich selbst zu inszenieren, sondern auch in die Tiefe zu gehen.
Der Film ist stringent gegliedert, die Bilder sind meist ästhetisch perfekt komponiert, und die Schauplätze der Interviews sind bewusst gewählt: auf einem Spielplatz in der Fürther Kalbsiedlung, in einer Tiefgarage, über den Dächern Fürths mit Blick auf die Bahngleise, in einer Halfpipe oder im eigenen Zimmer. Nach der Einzelvorstellung der Musiktalente sind die Interviews dialogisch geschnitten. Reizvolle Widersprüche kristallisieren sich dabei heraus, die die Unterschiedlichkeit einer Szene, die der Musikstil eint, noch unterstreicht.
„Bleib auf dem Rhythmus“ ist eine spannende Dokumentation über neun talentierte Hiphop/Rap-Musiker, deren Lebenswelten, Lebenseinstellungen, Motivationen und Visionen. Eine Dokumentation, die den diesjährigen Dokumentarfilmpreis verdient hat.


FRANKEN TV KURZFILMPREIS
Aggromoshcrewlowerbavariaproductions: „Rausch durch Milch“ (3 Min. // DV)
Inspiriert durch die traurige Zigeunerballade „Rausch durch Milch“ der Band Flez Orange entstand ein Musikvideo über einen Mann und seine verlorene Liebe.

Laudatio:
Zum ersten Mal in der 17-jährigen Geschichte des mittelfränkischen Jugendfilmfestivals vergibt Franken TV und RTL Franken Life TV den Preis für den besten Kurzfilm. Neben der Anerkennung durch einen Geldpreis gibt es noch einen Live-Auftritt im Fernsehen dazu und zwar am Dienstag um 18.30 Uhr im Feierabendmagazin von Franken TV.
Der Preis geht an Thomas Kempe und Simon Mark – beide aus Erlangen – für „Rausch durch Milch“. Die Jury lobt besonders die schöne Bildsprache, den Bildschnitt auf die Musik und die Experimentierfreude. Nur der Titel des Films erschließt sich erst beim Blick in die Erklärung des Programmhefts. Im Namen von Franken TV und RTL Franken Life TV kann ich bereits zusagen, dass es auch im nächsten Jahr wieder einen Kurzfilmpreis für Produktionen bis zu einer Länge von drei Minuten geben wird. Wir freuen uns schon auf viele gute Einsendungen.

FIRST CUT
Kinder- und Jugendhaus MIKADO Nürnberg: „Different Feelings“ (6 Min. // DV)
Verwirrung in der eigenen Gefühlswelt. Conny stellt fest, dass sie sich in ein Mädchen verliebt hat. Wie geht sie selbst und wie gehen die anderen im Jugendzentrum wohl damit um?

Laudatio:
Der in diesem Jahr erstmals vergebene Sonderpreis „First Cut“ möchte Erstlingswerke auszeichnen, die von Filmemachern und Filmemacherinnen erstellt wurden, die nicht älter als 18 Jahre sind und trotz ihrer Unerfahrenheit im Umgang mit dem Medium Video schon eine besondere Qualität aufweisen.
Die Jury ist der Meinung, diese besondere Qualität besitzt die Produktion „Different Feelings“ des Kinder- und Jugendhauses MIKADO.
Die Filmgruppe hat sich mit der Themenwahl – Liebe zwischen Mädchen – nicht gerade ein leichtes Thema ausgesucht. Dem Film gelingt es aber, dieses Thema so darzustellen, dass der Zuschauer nicht das Gefühl hat, die Geschichte sei frei erfunden. Vielmehr gewinnt er den Eindruck, so oder so ähnlich könnte sich die Geschichte im Alltag von Jugendlichen zugetragen haben. Der Film ist sicherlich an der einen oder anderen Stelle noch verbesserungswürdig, aber festzustellen bleibt: Für ein Erstlingswerk ist der Gruppe ein erstaunlich guter Film geglückt. Die Jury würde sich freuen wenn auch im nächsten Jahr wieder ein Film der Gruppe im Programm zu sehen wäre.
Der Sonderpreis „First Cut“ des Jahres 2005 geht an „Different Feelings“.


KINDERFILMPREIS
Kinderland Erlangen 2004: „Mord in der Villa“ (7 Min. // DV)
In einer Villa wird die Leiche des Hausherrn gefunden. Die trotteligen Kommissarinnen Müller und Maier verdächtigen zunächst das Hausmädchen. Polizist Schulz gibt jedoch nicht auf, bis die wahren Mörder gestellt sind.

Laudatio:
Der Film macht deutlich, wie genau Kinder die Erwachsenenwelt beobachten. Nicht nur das: Sie sind auch in der Lage, sich mit Witz und Ironie über uns Erwachsene lustig zu machen. Der Gruppe ist eine unterhaltsame Persiflage auf das Genre Kriminalfilm gelungen.
Die drei Hauptdarsteller des Films – die beiden Kommissarinnen und der Polizist Schulz – spielen mit erfrischendem Charme ihre Rollen. Die kurze Kriminalkomödie steckt voller hintergründigem Humor. Da wird einer Leiche mit einer Stichverletzung im Rücken unterstellt, sich selbst umgebracht zu haben. Die Kommissarinnen spielen lieber Schach als sich ihren Ermittlungen zu widmen und der nächstbeste Verdächtige wird als Schuldiger ins Gefängnis geworfen. Nur dem aufmerksamen Polizisten Schulz ist es zu verdanken, dass zum Schluss doch die wahren Täter hinter Gitter gebracht werden. Aber wie so oft im Leben wird ihm der Ruhm für die Lösung des Falles nicht zu teil, sondern die beiden Kommissarinnen nehmen die Lorbeeren wieder einmal für sich in Anspruch.
Besonders zu loben ist der erstaunliche Wortwitz und die komödiantische Darstellung der Schauspieler. Der Gruppe ist ein schöner und unterhaltsamer Kurzfilm gelungen. Das Zuschauen hat Spaß gemacht und an der einen oder anderen Stelle wurde in der Jury nicht nur geschmunzelt sondern auch laut gelacht.
Der Kinderfilmpreis des Jahres 2004 geht an „Mord in der Villa“.

Lobende Erwähnungen:

LOBENDE ERWÄHNUNG DER JUGENDJURY
Punx: „Unterwegs – Pleiten, Pech und Punker“ (30 Min. // DV)
Punker machen sich auf den Weg zu einem Konzert auf dem Lande. Doch ihr Weg ist noch weit und erlebnisreich.

Laudatio:
„Unterwegs“ ist eine humorvolle, authentische, musikalisch fein abgestimmte Reise zum Arsch der Welt, wo nun mal die besten Punk-Konzerte stattfinden. Von Bier bis Pogo spannt der Film einen dramatischen Bogen zu verführerischen Feen und geklauten Fahrrädern. Unterwegs ist echt, ungekünstelt und komisch.
Grund genug für ein großes Lob!

LOBENDE ERWÄHNUNG DER JUGENDJURY
Reign Productions: „Magdalena geht“ (12 Min. // DV)
Die Medizinstudentin Magdalena auf dem Weg ins Labor, in dem sie Tag für Tag die Ratten untersucht. Im Alltags-Chaos der Großstadt gefangen, kommt eines Tages doch alles anders.

Laudatio:
„Magdalena geht“ ist geheimnisvoll und konfrontiert die Zuschauer auf subtile Weise mit einer existentiellen Frage. Der Frage, ob man nicht alles liegen und stehen lässt und lieber verduftet.
Außerdem schaffen die Macher David Reich und Christine Hagn ein Kunststück. Sie benutzen dasselbe Filmmaterial doppelt, aber in verschiedenen Kontexten.
Dafür gibt’s ein Lob. – Gut gemacht!

LOBENDE ERWÄHNUNG DER FACHJURY
Kinder- und Jugendhaus „Bertha“ Nürnberg: „Priwet Germania“ (18 Min. // DV)
Eine Familie aus Kasachstan reist nach Deutschland ein und erlebt ihre ersten Tage in ihrer Übergangswohnung. Die Vorstellungen vom „goldenen Deutschland“ und die Realität prallen aufeinander.

Laudatio:
Einen dokumentarischen Spielfilm hat das Kinder- und Jugendhaus „Bertha“ in Nürnberg für das Festival eingereicht. „Priwet Germania“ schildert die ersten Schritte einer Spätaussiedlerfamilie aus Kasachstan und die massiven Schwierigkeiten, in ihrer neuen Umgebung in Nürnberg klarzukommen. Die Jury unterstützt die Integrationsarbeit für Spätaussiedler, die im „Bertha“ inzwischen eine gute Tradition hat, und spricht den Filmemachern ein dickes Lob aus.

Jury:

Zu den Jurys

Die Filmproduktionen wurden getrennt voneinander von einer FACHJURY und einer JUGENDJURY prämiert. Der Fachjury gehörten Medienpädagog*innen und Journalisten an, während die Jugendjury aus jungen Filmemacher*innen bestand.
Mit der gesonderten Vergabe von Preisen durch die Jugendjury wurden die Produktionen auch aus der Perspektive Jugendlicher bewertet.

Die Prämierungen durch die Jurys spiegeln deren Meinung wider, die Ergebnis der Diskussionen der einzelnen Produktionen ist. Nicht prämierte Produktionen sollen nicht abgewertet werden; sie tragen zum Gelingen des Festivals bei und sind wichtiger Bestandteil jugendlicher Medienproduktion und Sichtweisen.

Die Fachjury:

Der Erwachsenen(Fach)jury des 17. Mittelfränkischen Jugendfilmfestivals gehörten an (v.l.n.r.):

  • Christiane SchleindlMedienpädagogin, Filmhaus
  • Klaus PlothMedienpädagoge, Evang. Medienzentrale Bayern
  • Bernd SieglerJournalist, Dokumentarfilm-Regisseur, Medienwerkstatt Franken
  • Andreas KirchhoffMedienpädagoge, JFF – Institut für Medienpädagogik
  • Paul SchremserFernsehjournalist, Diakon, FrankenTV / RTL Franken Life TV

Die Jugendjury:

Der Jugendjury des 17. Mittelfränkischen Jugendfilmfestivals gehörten an (v.l.n.r.):

  • Frank Forner26 Jahre, Student
  • Philipp Seis23 Jahre, Student
  • Christine Schmitt24 Jahre, Studentin
  • Hanna Nezadal24 Jahre, Studentin

Die Preiskategorien 2005:

HAUPT- UND SONDERPREISE

Die beiden Jurys – eine Erwachsenen(Fach)Jury und eine Jugendjury – vergeben unabhängig voneinander jeweils drei Preise. Die Hauptpreise der beiden Jurys und der Dokumentarfilmpreis qualifizieren sich für das Bayerische Jugendfilmfest JuFinale, das vom 13. bis 16. Juli 2006 in Rosenheim stattfindet.
Die Jurys können auch “Lobende Erwähnungen” aussprechen, die mit einem Sachpreis (z.B. Kino- oder Konzertkarten) honoriert werden.

  • Hauptpreise der Fachjury
    Die Jury vergibt drei Hauptpreise. 1. – 3. Preis
  • Hauptpreise der Jugendjury
    Die Jury vergibt drei Hauptpreise. 1. – 3. Preis
  • Dokumentarfilmpreis
    Die Medienwerkstatt Franken e.V. stiftet einen Preis für den besten Dokumentarfilm mit einem sozialen, politischen oder kulturellen Thema.

Mit der Auslobung weiterer Sonderpreise versuchen die Veranstalter der Problematik zu begegnen, dass unterschiedliche Genres und Zugangsvoraussetzungen viele Produktionen nur schwer miteinander vergleichbar machen:

  • FrankenTV Kurzfilmpreis
    In der Kürze liegt die Würze. FrankenTV und RTL Franken Life TV stifteten einen Preis für den besten Kurzfilm mit einer Länge von maximal drei Minuten.
  • First Cut
    Erstmals wurde ein „Newcomerpreis“ für die Gruppe der Filmemacher*innen bis 18 Jahre mit wenig Vorerfahrung vergeben.
    Der Preis wurde gestiftet vom Jugendamt der Stadt Nürnberg.
  • Kinderfilmpreis
    Einen Kinderfilmpreis für Kindergruppen und Filmemacher*innen, die nicht älter als 14 Jahre sind, stiftete Norbert Göbel.