Sophie

von David Salabè, Manuel Schneegass und Henry Wiedenfeld


2024  •  Spielfilm  •  5 Min.  •  München

Seit über 100 Jahren steht am Ostbahnhof in München ein rostiger Zaun von großer historischer Bedeutung. Hier entstand eines der ikonischsten Bilder von Sophie Scholl, bei dem sie sich von ihren Brüdern und Freunden, die an die Front fuhren, verabschiedet. Nun soll der Zaun einem Bauprojekt weichen. Eine schicksalhafte Begegnung zweier Menschen verbindet Gegenwart und Zukunft eines vermeintlich vergänglichen Ortes.

 

flimmern&rauschen 2025 | LAUDATIO:

Häufig sind es die unscheinbarsten Dinge, die große Geschichten erzählen könnten. In unserem Fall ist es ein rostiger Zaun am Münchner Ostbahnhof mit einer bewegenden Vergangenheit. Dort verabschiedete sich einst Sophie Scholl von ihren Brüdern und Freunden, bevor diese an die Front zogen. Nun musste dieser unauffällige Zaun einem modernen Bauvorhaben weichen. Im Film Sophie wird dieser Zaun zum Ausgangspunkt einer Begegnung zweier Menschen, in der die
Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart spürbar wird. Ohne ein einziges Wort zu verlieren, macht der Film auf das Verblassen historischer Spuren aufmerksam und unterstreicht die Bedeutung des Erinnerns in einer sich wandelnden Welt. Ein besonderes Lob gebührt der Kameraführung, die mit dokumentarischem Gespür für Licht und Perspektive die Architektur als Spiegel der Zeit inszeniert. Wir gratulieren dem gesamten Filmbuffs-Team hinter Sophie zu diesem außergewöhnlichen Werk und verleihen euch den Jury-Preis in der Kategorie 3 (17- bis 21-Jährige).