Mama

von Nina Raab


2025  •  Spielfilm  •  5 Min.  •  Erlangen / Mittelfranken

 

Der Film „Mama“ zeigt eine sorgenvolle Mutter, die ihren Sohn emotional nicht loslassen kann.

Jugend Filmfestival Mittelfranken 2025 | LAUDATIO:

Manche Bilder sagen mehr als tausend Worte es je könnten – „Mama“ ist eine solche Geschichte. In nur wenigen Minuten entführt uns der Film in die tiefen, oft unausgesprochenen Emotionen zwischen Mutter und Sohn. Ein Sohn, der mittlerweile erwachsen ist. – In brillanter Erzählweise wird uns eine Alltagsbeobachtung gezeigt, die universell und zugleich persönlich ist: Wie lange bleibt man Kind, wenn man erwachsen wird?
Mit einem einfühlsamen erzählerischen Kniff – den erwachsenen Sohn in der Rolle eines Jungen darzustellen – macht die Regisseurin Nina Raab das Spannungsfeld zwischen Selbstständigkeit und familiärer Geborgenheit greifbar. Die Mutter, voller Fürsorge und Liebe, sieht in ihrem Sohn noch immer ihr Kind, das sie beschützen will. Doch als er sich von ihr löst, bleibt ein Moment der Leere – und schließlich ein Neuanfang.
Visuell kraftvoll inszeniert, mit einem durchdachten Einsatz von Kamera, Licht und Schnitt, überzeugt „Mama“ nicht nur inhaltlich, sondern auch ästhetisch und lässt neben der Ernsthaftigkeit auch einen gewissen Humor nicht vermissen. Die Darsteller*innen bringen mit feinen Nuancen die emotionale Tiefe der Figuren auf die Leinwand. – Ein Kurzfilm, der die Jury mit einem Lächeln und einem leichten Ziehen im Herzen zurücklässt – und der zeigt, dass Loslassen auch ein Akt der Liebe ist.