Hinter verschlossenen Türen

von Masha Mollenhauer


2022  •  Spielfilm  •  11 Min.  •  München

 

Paula ist Tänzerin, wie vormals ihre Mutter Ida, die inzwischen an Parkinson erkrankt ist und Pflege braucht. Ein berührendes Kammerspiel über zwei kämpfende Frauen und das Unausgesprochene im Raum.

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“Hinter verschlossenen Türen” ist ein einfühlsamer und sehr visuell erzählter Kurzfilm, der sich mit einem Problem unserer Gesellschaft auseinandersetzt, über das wenig gesprochen wird, das jedoch allgegenwärtig ist: die Pflege kranker Eltern zu Hause durch ihre Kinder.
Die junge Tänzerin Paula pflegt ihre an Parkinson erkrankte Mutter. Beide verheimlichen einander, wie schwierig die Situation geworden ist. Es ist eine bemerkenswerte Leistung, eine so kleine Szenenauswahl und die dazugehörigen Bilder zu finden, um dieses komplexe Thema in einem Kurzfilm anzusprechen und die Zuschauer emotional zu erreichen. Ohne viele Worte verstehen wir, wie sehr die Protagonistin leidet – wie ihre persönlichen Wünsche und Gefühle, ihr eigenes Leben leben zu wollen, ständig im Konflikt mit der Liebe zur Mutter und der Verantwortung für die Situation stehen. Manchmal denken wir, warum sprechen sie nicht darüber, aber wir wissen nicht, ob wir es selbst gekonnt hätten.
Die Regisseurin Masha Mollenhauer und der Bildgestalter Noah Böhm ziehen uns mit ihrer Art, uns in scheinbar kleinen Momenten in diese Geschichte zu ziehen, in ihren Bann. Wir sind nah dran, ohne voyeuristisch zu sein. Wir sehen Dinge, ohne dass sie uns gezeigt werden. Wir verstehen, ohne dass uns jemand etwas erklärt. Das ist filmisches Erzählen. Dies und die intensive schauspielerische Leistung der beiden Protagonistinnen sind der Grund, warum wir uns in kurzen Momenten fragen, wie wir gehandelt hätten, oder wir ertappen uns dabei, dass wir an unsere eigene Familie und die kommenden Jahre denken..

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